Friday, 29 April 2016

Staatssekretärin Dorothee Bär begrüßt Huawei als Mitglied der Logistik-Allianz

Dorothee Bär, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und Digitale Infrastruktur sowie Koordinatorin der Bundesregierung für Güterverkehr und Logistik, hat heute die Huawei Technologies Deutschland GmbH als neues Mitglied der Logistics Alliance Germany (LAG) willkommen geheißen. Die Staatssekretärin übergab die Mitgliedsurkunde dem CEO von Huawei Deutschland Kevin Hu im Berliner Amtssitz des Ministeriums.

"Ich freue mich, dass die Logistics Alliance Germany Huawei als neues Mitglied gewinnen konnte. Mit fast 60 Mitgliedsunternehmen ist die Logistics Alliance Germany zu einem Gütesiegel geworden, mit dem wir sehr erfolgreich im außereuropäischen Ausland für den Logistikstandort Deutschland und seine Unternehmen werben. Von der Kooperation mit unterschiedlichsten Unternehmen der Allianz profitieren alle LAG-Partner", so Staatssekretärin Bär.

Quellenangabe: "obs/Huawei Technologies Deutschland GmbH/Thomas Koehler/ photothek.net"

Auch Huawei Deutschland CEO Kevin Hu betont die Bedeutung der Mitgliedschaft: "Wir unterstreichen mit dem Beitritt zur Logistics Alliance Germany das Bekenntnis zum deutschen Markt. Erfahrungen aus globalen IT und IoT-Logistik-Projekten können so effizient mit den Anforderungen und Innovationen der Deutschen Branchenvertreter verbunden werden. Huawei möchte mit seinem Engagement einen Beitrag zur technologischen Entwicklung der Logistikbranche leisten."

Die Logistics Alliance Germany (LAG) ist ein öffentlich-privates Partnerschaftsprojekt des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur und der deutschen Logistikwirtschaft, mit dem Ziel, den Logistikstandort Deutschland unter dem Motto »Logistics made in Germany« im außereuropäischen Ausland zu vermarkten. Bisherige Mitglieder sind unter anderem die Deutsche Bahn AG, die Deutsche Post DHL Group, Kühne Logistics University sowie der Hafen Hamburg Marketing e. V. und der Hafen Duisburg.

Über Huawei

Huawei Technologies ist einer der weltweit führenden Anbieter von Informationstechnologie und Telekommunikationslösungen. Mehr als ein Drittel der Weltbevölkerung und mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung nutzt direkt oder indirekt Technologie von Huawei. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Shenzhen hat weltweit 170.000 Mitarbeiter und ist mit seinen drei Geschäftsbereichen Carrier Network, Enterprise Business und Consumer Business in 170 Ländern tätig. Huawei beschäftigt 79.000 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung und betreibt weltweit 16 Forschungs- und Entwicklungscluster sowie gemeinsam mit Partnern 28 Innovationszentren. In Deutschland ist Huawei seit 2001 tätig und beschäftigt über 2.000 Mitarbeiter an 18 Standorten. In München befindet sich der Hauptsitz des Europäischen Forschungszentrums von Huawei.

Wednesday, 27 April 2016

Mit Lötkolben und schlauem Schulranzen bei der Bundeskanzlerin

Lötkolben und Mikrochips von Schülerinnen im Bundeskanzleramt - zur Auftaktveranstaltung des bundesweiten Girls'Day bot der Technologieverband VDE mit seiner Löt- und Bastelaktion "E-LAB Live" und dem Wettbewerb "Invent a Chip" Berliner Schülerinnen spannende Technik. Der Girls'Day ist das weltweit größte Berufsorientierungsprojekt für Schülerinnen. Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnete heute traditionell den Aktionstag gemeinsam mit der Initiative D21 und deren Partnern wie dem VDE. Angela Merkel - selbst Diplom-Physikerin und promovierte Naturwissenschaftlerin - begrüßte die 24 Schülerinnen im Kanzleramt und erkundete mit ihnen den Technik-Parcours der ausgewählten Unternehmen und Institutionen von D21. "Wir freuen uns, dass der VDE mit dabei ist. Es ist ein gutes Signal, dass sich die Bundeskanzlerin persönlich für diesen wichtigen Mädchen-Zukunftstag einsetzt. Wir brauchen qualifizierten Technik-Nachwuchs und müssen gerade Schülerinnen für MINT-Berufe interessieren", sagt Ansgar Hinz, VDE-Vorstandsvorsitzender. Die Schülerinnen löteten und bauten beim VDE unter fachkundiger Anleitung elektronische Teelichte. Auch probierten sie das automatische Packen der Schultasche aus, abgestimmt auf den aktuellen Stundenplan. Karolin Lohre (17), Gymnasiastin aus Steinheim, hat dazu bei der VDE-BMBF-Schüler/innen-Initiative "Invent a Chip" einen eigenen Mikrochip für den schlauen Schulranzen entwickelt und bewies den Mädchen, dass es keine Hexerei ist, eine technische Anwendung zu entwickeln.

Quellenangabe: "obs/VDE Verb. der Elektrotechnik Elektronik/Bild: VDE"

Die 15jährigen Teilnehmerinnen des Girls'Day im Bundeskanzleramt haben noch etwas Zeit bis zum Schulabschluss. Karolin Lohre dagegen weiß schon länger, dass sie nach dem Abitur im nächsten Jahr Elektrotechnik studieren wird. Bei dieser Entscheidung haben ihr auch Technik-Angebote wie der Girls'Day geholfen: "Der Girls'Day gibt einen Blick hinter die Kulissen technischer Berufe und man hat die Chance, vieles auszuprobieren und Fragen zu stellen. In der 8. Klasse war ich bei einem Industrieunternehmen. Die praktischen Übungen dort und später weitere Praktika in der Elektroindustrie und "Invent a Chip" haben meine Begeisterung für Elektrotechnik geweckt", sagt Karolin Lohre. Jetzt hilft sie selber beim Aktionstag mit und ist erleichtert, dass alles im Bundeskanzleramt so reibungslos geklappt hat: "Ein wenig aufgeregt war ich schon, schließlich durfte ich mit der Bundeskanzlerin sprechen." Sie hat das souverän gemeistert. Wie auch die Berliner Schülerinnen, die Angela Merkel jede einzelne Station des Technik-Parcours der D21-Partner erklärten. Neben dem Teelicht nehmen sie viele Eindrücke und Anregungen für eine spätere Berufswahl mit nach Hause.

Über den Girls'Day:

Der Girls'Day ist das weltweit größte Berufsorientierungsprojekt für Schülerinnen. Seit dem Start vor 16 Jahren haben über 1,6 Mio. Schülerinnen am Zukunftstag teilgenommen. Unternehmen und Organisationen beteiligten sich mit mehr als 107.000 Veranstaltungen. Die Initiative D21 als Netzwerk für die digitale Gesellschaft (u.a. mit dem VDE) ist langjährige Girls'Day-Aktionspartnerin für den Auftakt im Bundskanzleramt. Der VDE ist schon seit Jahren beim Girls'Day aktiv. Das VDE-Prüf- und Zertifizierungsinstitut, VDE-Bezirksvereine und auch die Berliner VDE-Repräsentanz bieten vielfältige Angebote.

Über "Invent a Chip":

Der Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler wird seit 2002 jährlich vom VDE zusammen mit dem BMBF und dem Institut für Mikroelektronische System der Leibniz Uni Hannover als wissenschaftlichem Partner veranstaltet. Die Jugendlichen lernen die Grundlagen des Chipdesigns und setzen ihre eigene Idee in eine funktionierende Mikrochipanwendung um.

Weitere Informationen zum Schülerwettbewerb unter www.invent-a-chip.de.

Monday, 25 April 2016

Merkel und Obama besuchen Messestand von ifm

Der US-amerikanische Präsident Barack Obama hat heute zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel den Stand der ifm-Unternehmensgruppe auf der Hannover Messe besucht.

Im Rahmen des Eröffnungsrundgangs informierten sich der Präsident des Messe-Partnerlands USA und die deutsche Bundeskanzlerin über die strategische Ausrichtung des mittelständischen Unternehmens. "Wir entwickeln heute moderne Sensoren, Systeme und Software, die im Sinne von Industrie 4.0 miteinander kommunizieren und Prozesse anstoßen und kontrollieren", erklärte Michael Marhofer, Vorsitzender des Vorstands der ifm-Unternehmensgruppe.

Quellenangabe: "obs/ifm electronic gmbh"

Als "Hidden Champion" gilt die ifm-Unternehmensgruppe heute als einer der Weltmarktführer in ihrer Branche. Bereits sehr früh hat sich das Unternehmen auch international entwickelt. Besonders interessierten sich Kanzlerin Merkel und Präsident Obama sowie die anderen Delegationsmitglieder für die neuen 3D-Kamerasysteme zur schnellen Erfassung von 3D-Szenen und automatischen Objekterkennung und für die Aktivitäten von ifm im Messe-Partnerland USA. Frau Merkel und Mr. Obama testeten eine von der ifm-Tochter pmdtechnologies ag entwickelte 3D Kamera, mit Hilfe derer sie in die virtuelle Realität eintauchen konnten. "It's a brave new world!", sagte Obama nach einem erfolgreichen Handshake mit Frau Merkel im virtuellen Raum.

Bereits seit 1984 ist die ifm-Gruppe auf dem US-amerikanischen Markt präsent und seit 1987 mit einer Tochtergesellschaft vertreten. Im Jahr 1987 wurde in diese Gesellschaft stark investiert und für die speziellen Anforderungen des US-Marktes ein eigener Entwicklungs- und Produktionsstandort aufgebaut. Aktuell ist der US-Markt für 20% des Gesamtumsatzes der ifm-Gruppe verantwortlich.

Trotz der starken internationalen Ausrichtung werden 75 % aller Produkte auch heute noch an sechs Standorten in der Bodenseeregion hergestellt. Das 1969 gegründete Familienunternehmen mit Sitz in Essen beschäftigt heute weltweit rund 5.500 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Umsatz von 720 Mio. Euro.

Über die ifm Unternehmensgruppe

Wegweisende und innovative Automatisierungstechnik ist das zentrale Betätigungsfeld der ifm-Unternehmensgruppe. Seit 1969 entwickelt, produziert und vertreibt das Unternehmen mit Hauptsitz in Essen weltweit Sensoren, Steuerungen und Systeme für die industrielle Automatisierung. Heute zählt das in zweiter Generation geführte Familienunternehmen mit rund 5.500 Beschäftigten in über 70 Ländern zu den weltweiten Branchenführern. Als Mittelstandskonzern vereint ifm die Internationalität und Innovationskraft mit der Flexibilität und Kundennähe eines erfolgreichen Mittelständlers.

Friday, 22 April 2016

Girls'Day im Bundeskanzleramt: HPI-Studentin vermittelt IT-Sicherheit

Warum eine Ausbildung zur IT-Sicherheitsingenieurin für junge Frauen ein spannender Karriereweg ist, wird eine Bachelorstudentin des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) am Girls'Day bei Bundeskanzlerin Angela Merkel demonstrieren. Am Mittwoch, dem 27. April, spricht Larissa Hoffäller (19) im Bundeskanzleramt mit 24 interessierten Berliner Schülerinnen über die aktuellen Gefahren, die von Schadsoftware ausgehen. In einer geschützten Umgebung simuliert die HPI-Bachelorstudentin einen Cyber-Angriff, gegen den sich die Teilnehmerinnen des Girls'Day schnellstmöglich verteidigen müssen.

Larissa ist als studentische Mitarbeiterin am Fachgebiet "Internet-Technologien und Systeme" von HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel tätig. "Wir führen den Schülerinnen vor, wie gefährlich so eine Attacke sein kann und wie einfach sie ausgelöst wird", so Meinel. Die Mädchen sollen während der Simulation erkennen, wie weit die Fernsteuerung des eigenen Computers durch Cyber-Angreifer gehen könne. Die HPI-Informatiker stellen anschließend Gegenmaßnahmen vor, die zuhause proaktiv umgesetzt werden können. "Zugleich werden wir zeigen, wie vielfältig die beruflichen Perspektiven für Frauen im Bereich der IT-Sicherheit sind", sagt Meinel.

Quellenangabe: "obs/HPI/D. Laessig"

Für Larissa, die ihr Abitur am Droste-Hülshoff-Gymnasium in Zehlendorf absolviert hat, ist es besonders wichtig, Schülerinnen für die Zukunftsbranche IT zu begeistern. "Wichtiger als umfangreiches Vorwissen ist es, das Studium selbstbewusst und motiviert zu beginnen", erzählt die Bachelorstudentin. Ihrer Erfahrung nach unterstützten sich Informatikstudenten am HPI gegenseitig, häufig angestoßen durch die vielen Teamprojekte.

Derzeit absolviert die 19-Jährige ihr zweites Semester im Fach IT-Systems Engineering und spielt als Mitglied des HPI-Band-Klubs regelmäßig Bassgitarre. Zuvor hat Larissa bereits fünf Jahre in Schweden gelebt und zwei Semester in Kanada studiert. Dass sie sich nicht nur im Informatikstudium durchsetzen kann, zeigt ihr schwarzer Gürtel im Taekwondo.

Die Schülerinnen, auf die Larissa im Bundeskanzleramt treffen wird, kommen vom Käthe-Kollwitz-Gymnasium im Prenzlauer Berg, der Neuköllner Clay-Schule und der Schöneberger Georg-von-Giesche-Schule. Die Initiative D21, die sich als Netzwerk für die digitale Gesellschaft zusammengeschlossen hat und deren Mitglied das Hasso-Plattner-Institut ist, veranstaltet das IT-Programm im Bundeskanzleramt.

Wednesday, 20 April 2016

Online zum Java-Profi werden: Neuer kostenloser Kurs auf openHPI

Schritt für Schritt die populäre Programmiersprache Java meistern kann jedermann auf openHPI, der interaktiven Bildungsplattform des Hasso-Plattner-Instituts (HPI). Am Montag, 2. Mai, startet dort der kostenlose, zweiwöchige Online-Workshop "Einführung in die Testgetriebene Entwicklung mit JUnit". Für einen Einsteiger-Kurs zu Java hatten sich im vergangenen Jahr bereits mehr als 16.000 Online-Lerner angemeldet. Die Dozenten des MOOC (Massive Open Online Course) sind die am HPI tätigen wissenschaftlichen Mitarbeiter Ralf Teusner und Thomas Staubitz. Interessenten können sich hier anmelden: https://open.hpi.de/courses/javawork2016.

Staubitz wundere sich nicht über die große Nachfrage, die openHPI für seine Java-Kurse verzeichnet: "Nicht ohne Grund wurde Java Anfang dieses Jahres in internationalen Rankings zur am weitesten verbreiteten Programmiersprache gewählt", so der Informatiker. Java sei die Basis vieler bekannter Web-Anwendungen und Grundlage des Computerspiels Minecraft. Auch Apps für Android-Mobiltelefone ließen sich mit Java-Kenntnissen programmieren. Der Kurs richte sich an alle, die bereits über Grundkenntnisse der objektorientierten Programmierung in Java verfügen, erklärt der HPI-Experte. Der Einsteiger-Kurs sowie der Online-Workshop zur Java-Programmierumgebung IDE aus dem Vorjahr können auf openHPI im Archivmodus immer noch absolviert werden.

Quellenangabe: "obs/HPI Hasso-Plattner-Institut/HPI/S. Schweiger"

Beim aktuellen Kurs stehe Teusner zufolge das automatisierte Testen im Mittelpunkt. "Die Kursteilnehmer lernen, wie sie selbst mithilfe des Java-Frameworks JUnit wiederholbare Tests für ihre Programme schreiben können", erläutert der Potsdamer Informatiker. Damit werde der Aufwand für das zeitintensive manuelle Testen stark reduziert. "Der Umgang mit JUnit erlaubt den Programmierern, sich mehr auf die tatsächliche Entwicklung der Programme zu konzentrieren", so Teusner. Auch umfangreiche Änderungen des Quellcodes seien somit unkompliziert überprüfbar.

Hintergrund zu www.open.HPI.de

openHPI bietet seine kostenlosen, für jeden frei zugänglichen Onlinekurse zu Themen der Informationstechnologie seit September 2012 an. Über 273.000 Einschreibungen von gut 118.000 Nutzern aus etwa 180 Ländern sind derzeit auf openHPI registriert. Mehr als 35.000 Zertifikate konnten bereits für erfolgreiche Lernende ausgestellt werden. Sämtliche Onlinekurse, die bislang auf Deutsch, Englisch und Chinesisch auf der Plattform angeboten wurden, sind auch im Archivmodus jetzt noch jederzeit nutzbar, allerdings ohne Prüfung und Zertifikat.

Die Internet-Bildungsplattform openHPI ist dadurch weltweit einzigartig, dass sich die Inhalte auf Informationstechnologie und Informatik konzentrieren und die Kurse sowohl in deutscher, englischer und chinesischer Sprache angeboten werden. Im Unterschied zu "traditionellen" Vorlesungsportalen folgen die Kurse bei openhpi.de einem festen sechswöchigen Zeitplan - mit definierten Angebotsimpulsen wie Lehr-Videos, Texte, Selbsttests, regelmäßige Hausaufgaben und Prüfungsaufgaben. Kombiniert sind die Angebote mit einem Forum, in dem sich die Teilnehmer mit den Kursbetreuern und anderen Teilnehmern austauschen, Fragen klären und weiterführende Themen diskutieren können.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH (https://hpi.de) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT-Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang "IT-Systems Engineering" an - ein besonders praxisnahes und ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium, das von derzeit 480 Studenten genutzt wird. Die HPI School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet jährlich 240 Plätze für ein Zusatzstudium an. Insgesamt zwölf HPI-Professoren und über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten sind am Institut tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung - in seinen elf IT-Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche. Das HPI kommt bei den CHE-Hochschulrankings stets auf Spitzenplätze.

Monday, 18 April 2016

Alles ist vernetzt: Fachkonferenz an der International School of Management zur Industrie 4.0

Wenn bei einem Unfall Autos Signale senden, um über die Gefahrenstelle zu informieren und Bauteile eigenständig mit der Produktionsanlage kommunizieren, dann sprechen Wirtschaftsexperten von Industrie 4.0. Getrieben durch den digitalen Wandel vernetzen sich Menschen, Maschinen und industrielle Prozesse und verändern dadurch bestehende Geschäftsmodelle. Auch Wertschöpfungsketten und das Arbeitsumfeld von Millionen Arbeitnehmern werden sich wandeln. Wie der Wirtschaftsstandort Deutschland die Potenziale der Industrie 4.0 nutzt und welche Herausforderungen bevorstehen, darüber diskutierten Experten aus Industrie, Wirtschaft und Gewerkschaften beim ISM Symposium am 15. April an der International School of Management (ISM) in Dortmund.

 Quellenangabe: "obs/International School of Management (ISM)/ISM"

Produktion, Entwicklung, Vertrieb und Kunde sind heute bereits digital vernetzt. Dadurch werden maßgeschneiderte und hochwertige Produkte kostengünstig herstellbar. Ein echter Wettbewerbsnachteil, wer da nicht mithalten kann. Und trotzdem haben nur wenige Unternehmen bereits eine ausgereifte Digitalstrategie formuliert - vor allem im Mittelstand. Wie groß ist unsere Bereitschaft, auf Veränderungen zu reagieren? Mit dieser Frage eröffnete Prof. Dr. Ralf Kreutzer, Digitalexperte und Hochschullehrer an der HWR Berlin, die Fachkonferenz an der ISM Dortmund.

In zehn Fachbeiträgen fanden Branchenexperten aus Industrie, IT, Recht und Logistik Antworten darauf, wie es um die Digitalisierung des Wirtschaftsstandorts Deutschland bestellt ist. Zu den Referenten zählten unter anderem Vertreter von Daimler, Seeburger, Teradata, APIS Capital, IG Metall und der Wirtschaftsförderung metropoleruhr. "Die große Bandbreite an Referenten und Branchen hat eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial in der Industrie 4.0 steckt und wie groß der politische und gesellschaftliche Gestaltungsraum noch ist", fasst ISM-Präsident Prof. Dr. Ingo Böckenholt zusammen.

So unterschiedlich die Diskussionen über autonomes Fahren, Datensicherheit oder optimierte Transportketten auch geführt wurden, fanden sie alle einen gemeinsamen Nenner - den Menschen. Ob wir zukünftig für die Autoversicherung mehr zahlen werden, wenn wir selbst am Steuer sitzen, wer die Haftung in Smart Factorys übernimmt, wenn sich Mensch und Maschine in die Quere kommen, oder was mit rund 15 Millionen Arbeitsplätzen passiert, die direkt und indirekt von der produzierenden Wirtschaft abhängen, steht heute noch nicht fest. Die Kooperation aller beteiligten Akteure ist unerlässlich, wenn Deutschland im internationalen Wettbewerb mithalten will, so das Fazit der Tagung.

Das ISM Symposium findet jährlich zu wechselnden Themen aus Wirtschaft und Gesellschaft statt und wird von Studierenden der ISM organisiert. Ausführliche Informationen zum Tagungsprogramm gibt es online unter www.ism-symposium.de.

Hintergrund:

Die International School of Management (ISM) zählt zu den führenden privaten Wirtschaftshochschulen in Deutschland. In den einschlägigen Hochschulrankings firmiert die ISM regelmäßig an vorderster Stelle. Die ISM hat Standorte in Dortmund, Frankfurt/Main, München, Hamburg, Köln und Stuttgart. An der staatlich anerkannten, privaten Hochschule in gemeinnütziger Trägerschaft wird der Führungsnachwuchs für international orientierte Wirtschaftsunternehmen in kompakten, anwendungsbezogenen Studiengängen ausgebildet. Alle Studiengänge der ISM zeichnen sich durch Internationalität und Praxisorientierung aus. Projekte in Kleingruppen gehören ebenso zum Hochschulalltag wie integrierte Auslandssemester und -module an einer der über 170 Partneruniversitäten der ISM.

Friday, 15 April 2016

ADDISON OneClick: Wie aus lästigen Administrationsaufgaben transparente Prozesse werden

Die Cloud-Lösung ADDISON OneClick für die Online-Zusammenarbeit zwischen Steuerberatern und ihren Mandanten - seit Juni 2015 verfügbar und bereits bei über 1.000 Steuerberatern sowie mehreren Tausend kleinen und mittleren Unternehmen, Selbstständigen und Freiberuflern im Einsatz - geht in die nächste Ausbaustufe: Den Mandanten wird jetzt eine integrierte Arbeitsumgebung für die tägliche Büroarbeit zur Verfügung gestellt. Administrationsaufgaben wie die Rechnungsbearbeitung werden als durchgängige, weitgehend automatisierte Prozesse abgebildet. Dadurch wird der Arbeitsaufwand massiv reduziert. Darüber hinaus unterstützt die Collaboration-Plattform ADDISON OneClick die Kooperations- und Kommunikationsprozesse zwischen Steuerberatern und ihren Mandanten mit neuen Steuerungs- und Kontrollfunktionen inklusive eines Benachrichtigungssystems, das auch auf Mobilgeräten jeglicher Art verfügbar ist. Die neue Version von ADDISON OneClick ist ab Juni 2016 verfügbar.

Quellenangabe: "obs/Wolters Kluwer Service und Vertriebs GmbH/theresa_meyer"

ADDISON OneClick reduziert massiv den Aufwand bei typischen Büroprozessen. Zum Beispiel bei Eingangsrechnungen: Die Rechnung wird per Handy oder Tablet abfotografiert oder per Scanner eingelesen, anschließend werden die relevanten Daten automatisch via OCR ausgelesen und ins Rechnungseingangsbuch übernommen, um von dort mit einem Klick als Zahlungsvorschlag an das neue Online-Banking-Modul übergeben zu werden. Alleine diese Applikationen ersparen Unternehmen und Selbstständigen einige Stunden Verwaltungsarbeit pro Woche.

Zusätzlicher Mehrwert entsteht durch die Collaboration-Plattform für die Online-Zusammenarbeit zwischen Steuerberater und Mandant. ADDISON OneClick steht für "Steuerberatung 4.0" - die Integration der IT-Prozesse der Geschäftspartner. Das heißt, alle Mandantenapplikationen sind in die Softwarelösung des Steuerberaters integriert, der Zugriff auf alle relevanten Daten und Belege hat.

Neu ist weiterhin eine App zur Freigabe von Dokumenten, seien es Rechnungen, Auswertungen, Berichte oder Steuererklärungen. Der Mandant kann diese Dokumente auch auf mobilen Geräten ansehen und per "Klick" oder "Wischen" freigeben bzw. ablehnen.

Tuesday, 12 April 2016

Max von Bismarck ergänzt Geschäftsführung von Deposit Solutions

Deposit Solutions, die erste Offene-Architektur-Plattform für Privatkundeneinlagen und Betreiber von ZINSPILOT, verstärkt sein Führungsteam mit Max von Bismarck als Chief Business Officer und Managing Director. Max von Bismarck verantwortet zusammen mit Gründer Dr. Tim Sievers künftig die Expansion des Unternehmens innerhalb der Europäischen Union. Die Ernennung folgt auf den kürzlich verkündeten Einstieg von PayPal-Mitbegründer und Facebook-Investor Peter Thiel als Gesellschafter bei Deposit Solutions.

"Wir wollen zur führenden Plattform für den europäischen Retail-Einlagenmarkt aufsteigen und freuen uns daher sehr, dass wir Max für unser Team gewinnen konnten. Seine umfangreiche Führungserfahrung in der internationalen Finanzwirtschaft und sein ausgezeichnetes globales Netzwerk werden uns bei der Umsetzung unserer Vision helfen", so Dr. Tim Sievers, Gründer und Geschäftsführer von Deposit Solutions. Das FinTech-Unternehmen hat mit seiner Offenen-Architektur-Plattform bereits Produktbanken aus mehreren europäischen Ländern angeschlossen und plant in Kürze weitere internationale Partner zu integrieren. Zusätzlich wird der europäische Rollout von ZINSPILOT, der Endanlegerplattform für Tages- und Festgeld, vorangetrieben.

Quellenangabe: "obs/Deposit Solutions GmbH"


Vor seiner Tätigkeit für Deposit Solutions war von Bismarck vier Jahre als Partner und CEO Europe für das global operierende Investmentunternehmen SkyBridge Capital in New York und Zürich tätig. Dort verantwortete von Bismarck das operative Geschäft und die Geschäftsentwicklung in den Bereichen Dachfonds, Seeding und Hedge-Fonds-Beratungsdienstleistungen in Europa, dem Nahen Osten, Asien und Australien. Zuvor war er Director und Head of Investors des World Economic Forum (WEF) in Genf und New York. Von Bismarck verfügt über einen deutschen Abschluss in Rechtswissenschaften und einen Master in Leadership vom World Economic Forum. Herr von Bismarck ist überdies Advisor Europa des Berggruen-Instituts und früherer Senior Advisor für Global Business am Asia-Pacific Research Center der Stanford University.

"Während Sparer heute zunehmend mit dem Niedrigzinsumfeld zu kämpfen haben, bietet Deposit Solutions Anlegern einen einzigartigen Zugang zu attraktiven Zinsangeboten. Darüber hinaus bekommen Banken die Möglichkeit, effizient und grenzüberschreitend auf Privatkundeneinlagen zuzugreifen. Unser Ansatz ist ein großer Effizienzgewinn, der zusätzlich das Wachstum in Europa unterstützt: Wir ermöglichen Banken den Zugang zu den regulatorisch wichtigen Einlagen für ihr wachsendes Kreditgeschäft. Ich freue mich auf die Arbeit in einem innovativen FinTech-Unternehmen und bin davon überzeugt, dass Deposit Solutions den Markt für Spareinlagen in Europa nachhaltig verändern wird", schließt von Bismarck.

Über Deposit Solutions

Deposit Solutions ist ein innovatives FinTech-Unternehmen mit Sitz in Hamburg und bietet die erste offene Architektur für Tages- und Festgeldanlagen in Europa. Seit 2011 hat das Unternehmen mit seinen spezialisierten B2B-Anwendungen für Spar- und Termineinlagen bereits Anlagen in Höhe von über 1 Milliarde Euro abgewickelt. Die im europäischen Markt einzigartige Technologie ermöglicht es Banken, die Privatkundeneinlagen einwerben möchten, ihre Sparprodukte auf der Offenen-Architektur-Plattform einzustellen und damit zur Vermarktung durch andere Banken verfügbar zu machen, ohne dass die Kunden eine direkte Bankverbindung bei anderen Kreditinstituten eingehen müssen. Zusätzlich werden die Tages- und Festgeldangebote der Partnerbanken unter dem eigenen Endkundenservice ZINSPILOT direkt an Sparer vermarktet.

Monday, 11 April 2016

Großes Delphix Update: Datenmaskierung und -virtualisierung in einer Lösung

Delphix hat ein umfassendes Update seiner Plattform herausgebracht. Die drei Neuerungen unterstützen Anwender dabei, Applikationen schnell, einfach und sicher in der Cloud zu entwickeln. Version 5.0 enthält eine neue Datenmaskierungsfunktion und selektive Datenverteilung. Dadurch lassen sich maskierte Daten sofort aus Produktions- in Entwicklungsumgebungen überführen. Als einziger Anbieter in der Branche integriert Delphix Software 5.0 Datenmaskierung und -virtualisierung auf einer Plattform. Außerdem unterstützt die aktuelle Version IBMs DB2-Datenbank erstmalig auf Linux- und Unixsystemen. Der Support für die Oracle E-Business Suite wurde erweitert.

Mit der aktualisierten Lösung ziehen Unternehmen den maximalen Nutzen aus ihrer bestehenden IT-Landschaft. Gleichzeitig erhalten sie die Möglichkeit, sich in Richtung zukünftiger IT-Modelle zu entwickeln.

Quellenangabe: "obs/Delphix"

Neue Software muss von Unternehmen heutzutage in immer kürzeren Abständen veröffentlicht werden. Bisher hemmte vor allem die Infrastruktur Entwickler dabei, Applikationen schnell zu erstellen. Aktuell besteht der Engpass jedoch darin, Daten außerhalb von Produktionsumgebungen schnell und sicher bereitzustellen und zu verwalten. Genau das sind aber die Voraussetzungen, um Anwendungen zügig entwickeln zu können.

Die Kundenliste von Delphix deckt weltweit zahlreiche Branchen ab, so zum Beispiel Banking, Versicherungen, Industrie, Gesundheit, Handel sowie Behörden. Viele dieser Kunden können Anwendungen zehn Mal so schnell erstellen und dabei die Anzahl der Softwaredefekte erheblich reduzieren sowie solche schneller im Entwicklungsprozess identifizieren.

Vertex, ein führender Anbieter von Steuersoftware für große und kleine Unternehmen, setzt Delphix in Entwicklungs- und Testumgebungen ein.

"Seit wir Delphix nutzen, können wir unsere internen ERP-Anwendungen viel schneller und effizienter weiterentwickeln und testen. Delphix ist zu einem wichtigen Standbein unserer Applikationsentwicklungs-Plattform geworden", sagt Chris Kohl, Vice President, Corporate Technology und Chief Information Officer bei Vertex. "In Zukunft wollen wir Delphix auch dazu verwenden, den Entwicklungslebenszyklus unserer Kundensoftware zu managen. Das Unternehmen unterstützt uns dabei, diese Vision umzusetzen. So können wir weiterhin Lösungen entwickeln, mit denen unsere Kunden mit der Steuerbearbeitung einen strategischen Mehrwert erzielen."

Die Neuerungen im Überblick:

Selektive Datenverteilung:

Viele Unternehmen haben Schwierigkeiten, sensible Daten außerhalb ihrer Produktionsumgebungen zu schützen. Dabei bilden gerade diese Daten bis zu 90 Prozent der Angriffsfläche, um Informationen zu stehlen. Mit Delphix 5.0 können Kunden dieses Risiko beseitigen: Sensible Daten lassen sich in der Produktionsumgebung maskieren. Anschließend werden diese in alle anderen Zielumgebungen maskiert kopiert.

Neuer Support für IBM DB2:

Delphix unterstützt ab sofort IBM DB2 auf IBM AIX und Red Hat Enterprise Linux. Dadurch lassen sich auf diesen Systemen virtualisierte Daten bereitstellen, verwalten und schützen. Anwender können so ihre Applikationsprojekte noch zügiger auf DB2-Datenbanken ausführen.

Erweiterter Support für Oracle E-Business Suite:

Oracle E-Business Suite-Anwender stehen unter dem Druck, neue Applikationsfunktionen schnell zu veröffentlichen. Entwicklungs- und Testumgebungen zu erstellen, erweist sich jedoch als sehr zeitaufwendig. Delphix 5.0 unterstützt Nutzer dabei, in sehr kurzer Zeit geschützte E-Business-Suite-Umgebungen aufzubauen, die sich über Multi-Node-Anwendungsschichten erstrecken. Kunden können dadurch viel schneller aktualisieren, patchen und Anpassungen vornehmen.

"Der internationale Wettbewerb hat weiter zugenommen. Umso wichtiger, dass Unternehmen ihren Kunden, Partnern und Mitarbeitern um ein Vielfaches verbesserte Anwendungen zur Verfügung stellen", sagt Theresa Lanowitz von voke. "Jedes Unternehmen sollte darüber nachdenken, Datenmaskierung und Datenbankvirtualisierung einzusetzen. Denn dadurch erhöht sich die Produktivität von Applikationsteams. Außerdem lassen sich Daten außerhalb von Produktionsumgebungen sicherer verwalten. Solche Technologien werden dabei immer mehr zu einem Must-Have in der Referenzarchitektur, um Anwendungen zu entwickeln."

"Mit schnelleren Entwicklungszeiten kann die IT einen strategischen Mehrwert für das Unternehmen bieten. Jedoch bremsen das Datenmanagement sowie die Sicherheitsaspekte die notwendigen Abläufe immer noch aus", sagt Daniel Graves, Vice President, Product Management bei Delphix. "Die Delphix-Plattform kombiniert effiziente Datenvirtualisierung mit dem Schutz von Datenmaskierung zu einer einheitlichen und sicheren Lösung für den täglichen Betrieb. Delphix 5.0 ist ein großer Schritt nach vorn, um Applikationsentwicklung schneller, einfacher und sicherer für eine große Bandbreite an Plattformen und Anwendungsszenarios zu gestalten. Außerdem ermöglicht die Lösung unseren Kunden, das volle Potenzial ihrer bestehenden Infrastruktur auszuschöpfen. Gleichzeitig bleiben sie offen für zukünftige hybride IT-Modelle."

Verfügbarkeit

Die Version 5.0 ist ab sofort bei Delphix und seinen Business-Partnern in Deutschland sowie weltweit erhältlich.

Über Delphix

Delphix bietet Software für die Steuerung und das Management von Daten an. Unternehmen können damit virtualisierte und geschützte Daten über den gesamten Anwendungslebenszyklus bereitstellen. Applikation lassen sich so bis zu zehn Mal schneller veröffentlichen. Über 30 Prozent der größten 100 Unternehmen weltweit nutzen Delphix Software, um Daten für Entwicklungs-, Test- und Reporting-Umgebungen bereitzustellen. Dabei können sie produktiver entwickeln und ihre Daten besser schützen - sowohl On Premise als auch in der Cloud. Der Hauptsitz von Delphix befindet sich in Menlo Park, Kalifornien. Außerdem unterhält das Unternehmen mehrere Büros weltweit. Weitere Informationen zum Unternehmen finden sich auf der Webseite: www.delphix.com

Delphix is a trademark of Delphix Corp. in the United States and other jurisdictions. All other marks and names may be trademarks of their respective organizations.

Delphix Social

Blog: http://blog.delphix.com/  
Twitter: https://twitter.com/delphix  
Facebook: https://www.facebook.com/DelphixCorp  
Webseite: http://www.delphix.com

Thursday, 7 April 2016

AUTO BILD-Reportage: Geklautes Navi reist in 71 Tagen von Hamburg nach China - mit GPS-Peilsender auf den Spuren der Navi-Mafia

BMW-Navis sind bei Dieben beliebt: Mittlerweile tragen in einigen deutschen Großstädten bis zu zwei Drittel aller aufgebrochenen Autos das blauweiße Logo. Denn: Anders als bei vielen anderen Herstellern lassen sich die Geräte vergleichsweise leicht stehlen und in neue Fahrzeuge einbauen. AUTO BILD will für die aktuelle Ausgabe 14/2016 (EVT: 8. April 2016) wissen: Welchen Weg nimmt das Diebesgut zurück und wo genau landet es? Dafür stattet die Redaktion ein BMW-Navi mit einem Peilsender aus, stellt das Fahrzeug an der Hamburger Stadtgrenze ab. In der Nacht vom 22. auf den 23. November 2015 ist es soweit: Kriminelle klauen das präparierte Navi. Mit Hilfe des Peilsenders verfolgt AUTO BILD die globalisierten Vertriebswege der Navi-Mafia: Nach 71 Tagen und 18.000 Kilometern wird das Gerät in China in einen neuen BMW eingebaut. AUTO BILD-Redakteur Claudius Maintz: "Der systematische Schmuggel von geklauten Navis ist ein einträgliches Geschäft. Die Verbindungen reichen von Osteuropa bis nach China. Solange Polizei und Hersteller nur zögerlich reagieren, wird sich daran auch nichts ändern."



Von Hamburg kommt das GPS-Gerät zunächst über Litauen nach Riga und Helsinki, bevor es am 19. Dezember 2015 im Luftfrachtsektor des Pariser Flughafens Charles de Gaulle landet. Das nächste Ziel: Honkong. Die Stadt gehört politisch zu China, besitzt aber den Status eines Freihafens. So können Waren aus aller Welt günstig umgeschlagen werden. Vermutlich geht es für das Navi danach auf dem Seeweg weiter nach Vietnam, von wo aus es nach China geschmuggelt wird.

Am 2. Februar 2016 ist die Reise im chinesischen Xianyang zu Ende. Das Thermometer im Peilsender im Navi misst die Betriebstemperatur, es taucht immer wieder vor demselben Wohnblock auf. Als AUTO BILD-Redakteur Claudius Maintz dorthin reist, wird er in einem BMW 520i fündig. Der Besitzer hat sich das Gerät in einer Werkstatt einbauen lassen und angeblich keine Ahnung, dass es gestohlen ist.

Teilehändler und Autowerkstatt, die Redakteur Claudius Maintz in Lettland und China zur Rede stellt, geben vor, nichts von illegalen Geschäften zu wissen. "Es ist ein Riesen-Skandal, dass Polizei und Hersteller das Problem bis jetzt nicht ernst nehmen", so Claudius Maintz. "Der Navi-Klau muss den Kriminellen an vielen Stellschrauben erschwert werden. Vor allem aber sind BMW-Navis völlig überteuert. BMW macht pro Gerät rund 700 Prozent Gewinn. Wären sie erheblich billiger, würde sich der Handel mit gestohlener Ware nicht mehr lohnen."

Die Reportage "Weltreise unseres geklauten Navis" lesen Sie in der aktuellen Ausgabe 14/2016 von AUTO BILD, die am 8. April 2016 erscheint. AUTO BILD im Internet: www.autobild.de

Über AUTO BILD:

AUTO BILD, Europas größte Autozeitschrift, feiert 2016 30-jähriges Jubiläum. Das Fachmagazin präsentiert jeden Freitag die ganze Welt des Autos: Modelle von Morgen, umfangreiche Tests und Technik-Analysen, spannende Reportagen und viele Servicethemen. Dazu gehören große Neu- und Gebrauchtwagenvergleiche, Werkstatt- und Reifentests, das Aufdecken von Fehlern und Schwachstellen und natürlich die Faszination des Fahrens. Mit präzisen Testmethoden und aufwendigen Hintergrund-Recherchen ist AUTO BILD Woche für Woche die Auto-Instanz für Millionen von Autofahrern.

Wednesday, 6 April 2016

Big Data in der Medizin: Fortschritte bei Diagnose und Behandlung

In der Zukunft könnte es Medikamente geben, die individuell auf jeden Patienten zugeschnitten sind. Ärzte operieren mit 3D-Datenbrillen und können so präziser arbeiten. Diagnosen seltener Krankheiten, die heute noch Jahren dauern können, erfolgen innerhalb weniger Tage. Und vielleicht wird es Therapien gegen psychische Erkrankungen wie Schizophrenie geben. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der der Technischen Universität München (TUM) forschen an neuen digitalgestützten Behandlungsmethoden und dem Umgang mit Big Data in der Medizin - erste Ergebnisse werden bereits im Operationssaal eingesetzt.

"Allein die moderne molekulare Medizin hat im Jahr 2015 mehr Daten erzeugt als im gesamten Zeitraum von 1990 bis 2005", sagt Burkhard Rost, Professor für Bioinformatik an der TUM. "Und in diesem Tempo wird das auch weitergehen." Bisher aber hinken Aufbereitung, Analyse und Anwendung dieser Datenschätze noch weit hinter den technischen Möglichkeiten her.

Quellenangabe: "obs/Technische Universität München/BERNHARD SCHMIDT/TUM"

Woran es noch fehlt, sind entsprechende Algorithmen und die Verknüpfung so unterschiedlicher Fächer wie Medizin und Biologie einerseits und Informatik andererseits. "Die Interpretation der gigantischen Datenmengen kann ein Biologe gar nicht selbst leisten", betont Hans-Werner Mewes, Professor für Genomorientierte Bioinformatik an der TUM. "Hier braucht man bioinformatische Methoden."

An der TUM hat sich eine ganze Reihe von Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen dem Ziel verschrieben, den Datenschatz der Lebenswissenschaften zu heben und ihn für Forscher, Patienten, Ärzte und Kliniken nutzbar zu machen. Außerdem kümmern sich Spezialisten um die Datensicherheit. Zusammen mit dem Großrechner im Garchinger Leibniz-Rechenzentrum verfügt die Hochschule damit über eine einzigartige Infrastruktur für Bio- und Medizininformatik.

Crowdsourcing - Datenanalyse als Computerspiel

Medizinische Daten liegen heute noch ziemlich ungeordnet vor: Labordaten von Blut- oder histologischen Untersuchungen, biochemische Informationen aus der Entschlüsselung der Erbanlagen (Genom) und der körpereigenen Eiweißbausteine (Proteom), statistische Ergebnisse aus unzähligen Experimenten und klinischen Studien sowie Bilddaten. Big Data also, aber in dieser Form nicht zugänglich für den praktischen Einsatz. Deshalb suchen Forscher nach Strategien, wie man die Flut der Informationen ordnen und in einheitlichen Datenbanken bündeln kann. Man erklärt und ergänzt sie durch Annotationen, die Auskunft über Herkunft, Eigenschaften und Inhalt der Daten geben.

Am Lehrstuhl für Informatikanwendungen in der Medizin & Augmented Reality von Professor Nassir Navab arbeiten Forscher unter anderem daran, die Zuordnung solcher Annotationen zu vereinfachen. "Ärzte und Laborpersonal haben in der Regel keine Zeit, sich um die Aufbereitung ihrer Daten zu kümmern", sagt Shadi Albarqouni. Er hat deshalb ein Projekt entwickelt, in dem die Mitwirkung vieler Internetnutzer möglich wird. Crowdsourcing heißt dieses Verfahren und beruht darauf, dass jeder, der Zeit und Lust hat, sich an der Erledigung bestimmter digitaler Aufgaben beteiligen kann. In Albarqounis Fall ist es die Analyse histologischer Gewebeschnitte, etwa bei Brustkrebs.

"Man muss dem Computer sagen, welche Zelle auf dem Bild eine Krebszelle ist, damit er daraus lernen und am Ende Krebszellen selbständig erkennen kann", erklärt der Forscher. "Das ist im Prinzip eine äußerst langwierige Tätigkeit, und meist werden aus Zeitgründen auch nicht alle derartigen Zellen in einem Histologieschnitt erfasst." Um auch nicht erfahrene Internetbenutzer in solche Auswertungen mit einzubeziehen, hat er ein Computerspiel entwickelt, das zum Ziel hat, möglichst viele bösartige Krebszellen "wegzuschießen". "In dieser Spielumgebung haben die Leute Spaß daran und zielen nur auf Objekte, die einer Krebszelle besonders ähneln." Der Computer registriert die "abgeschossenen" Zellen und gibt ihnen intern die Annotation "Krebszelle".

Kompliziertes Handbuch des Lebens

Ob spielerisch oder nicht, das Ziel bleibt, Datenmaterial in verwertbare Informationen zu transformieren. Wie ordnet und organisiert man beispielsweise Genom- oder Proteom-Daten? "Als man im Jahr 2001 die Sequenzierung des menschlichen Genoms abgeschlossen hatte, freuten sich alle und glaubten, nun das Handbuch des Lebens zu kennen", sagt Burkhard Rost. "Aber wie bei allen Handbüchern ist es auch hier so, dass man das nicht findet, was man eigentlich braucht, und wenn man es findet, versteht man es nicht. Wir haben bei der Deutung der genetischen Sequenzen heute erst ein kleines Fenster in der Kathedrale des Wissens aufgestoßen."

Lange herrschte zum Beispiel die Meinung, dass zwischen den Erbanlagen gesunder Menschen kein großer Unterschied besteht. Das Sequenzieren eines einzigen Genoms würde also ausreichen, um so gut wie alle Varianten zu erfassen. "Heute wissen wir, dass das falsch ist", sagt Rost, der im Jahr 2009 von der Columbia University in New York an die TUM kam. "Betrachten wir einmal die Proteine, also die Eiweißstoffe in unserem Körper. Wir besitzen etwa 20.000 Varianten, und etwa ein Viertel davon unterscheidet sich bei zwei Personen ganz essentiell."

Therapieerfolg dank Präzisionsmedizin

Das kann sich dann zum Beispiel darauf auswirken, wie und ob eine Chemotherapie wirkt. Manche Tumore sind gegen bestimmte Mittel unempfindlich, oder der Wirkstoff wird von den Krebszellen unschädlich gemacht. "Bei den meisten Massentumoren wie Brust-, Lungen-, Magen- und Darmkrebs spricht nur rund ein Fünftel der Patienten auf die konventionellen Chemotherapien gut an", weiß Professor Bernhard Wolf, Inhaber des Heinz-Nixdorf-Lehrstuhls für Medizinische Elektronik an der TUM. "Um die Patienten nicht unnötig zu belasten, den Therapieerfolg zu steigern und damit langfristig auch Kosten zu senken, ist es deswegen notwendig, die Therapie zu personalisieren."

Da es bisher noch nicht gelungen ist, die Sensitivität der Patienten durch genetische Marker zuverlässig zu bestimmen, hat ein Team an seinem Lehrstuhl Sensoren entwickelt, die im Vorhinein messen, wie stark Zellen, die dem Tumor des Kranken entnommen wurden, auf verschiedene Chemotherapeutika reagieren. Entsprechend dieser Wirkung kann der Arzt dann denjenigen Wirkstoff anwenden, der individuell am besten geeignet ist. Das System ist einsatzbereit und wird derzeit in einer vorklinischen Studie in einer Kooperation mit der Asklepios Klinik Hamburg-Barmbek getestet. Ideal wäre es jedoch, wenn ein Gentest des Kranken automatisch das richtige Chemotherapeutikum angibt.

Das Ideal wäre Präzisionsmedizin. Gemeint ist damit das Ziel, sich an den individuellen Merkmalen des kranken Menschen zu orientieren, um Vorhersage, Therapie und Prognose möglichst passgenau auf ihn auszurichten. Langfristig soll der Arzt bereits anhand des genetischen Profils seines Patienten ablesen können, welche Mittel für ihn am besten sind. "Das individuelle Genomprofil ist dann auf der Gesundheitskarte vermerkt, daher bekommt jeder Patient genau das Medikament, das er gut verträgt", schildert Rost die Zukunftsvision. "Sogar die Ernährung könnte man optimal auf die genetischen Eigenschaften eines jeden abstimmen."

Auf der Spur seltener Krankheiten

Davon ist man aber immer noch weit entfernt. Mit Schuld daran hat ist zweiter großer Irrtum, nämlich die Vorstellung, dass die nicht codierenden DNA-Stücke, die zwischen den bekannten Genen liegen, zu nichts nütze seien; "junk", also Müll, nannte man sie zunächst. Erst ganz allmählich kamen Forscher dahinter, dass Teile dieser DNA, die immerhin rund 95 Prozent der menschlichen Erbsubstanz ausmacht, ebenfalls wichtige Funktionen ausführen, etwa das An- und Abschalten von Genen besorgen, aber auch Informationen über die evolutionäre Entwicklung des Organismus enthalten.

Professor Mewes nennt als Beispiel die Forschungsarbeiten, die untersuchen, wer zu Fettleibigkeit neigt und wer nicht. "Hier spielt die Regulation der Gene eine große Rolle", sagt er, "deshalb ist es so schwer, Ursachen für Fehler innerhalb des Stoffwechsels nachzuvollziehen, auch wenn man schon durch genetische Populationsstudien einen Hinweis hat." Er und seine Kollegen haben sich darauf spezialisiert, solche Daten mit bioinformatischen Verfahren - etwa mit neuronalen Netzen - und mit der Technologie des Maschinenlernens zu entschlüsseln und zu deuten.

Durch die Analyse natürlich auftretender genetischer Variationen in den Proteinen des menschlichen Körpers wollen sowohl Hans-Werner Mewes als auch Burkhard Rost beispielsweise herausfinden, welche Mutationen für seltene Krankheiten verantwortlich sind. Das sind Erkrankungen, die, jede für sich genommen selten sind, aber in ihrer Summe etwa fünf Prozent der Bevölkerung betreffen. Sie können sehr früh im Leben auftauchen - oft schon vor der Geburt - und den Menschen sein ganzes Leben lang begleiten. "Mit klassischen Methoden sind sie fast unmöglich zu erkennen, meist braucht es fünf bis 20 Jahre bis zur klinischen Diagnose", sagt Hans-Werner Mewes. "Wenn jedoch der genetische Defekt gefunden ist, weiß man in 25 bis 40 Prozent der Fälle ganz genau, ob man gezielt therapeutische Maßnahmen ergreifen kann."

Auf der Suche nach Risikogenen für Schizophrenie und Krebs

Ein aktuelles Beispiel aus der Forschung ist etwa die Suche nach genetischen Varianten, die mit Schizophrenie einhergehen. Sie ist eine der schwerwiegendsten psychischen Erkrankungen, die weltweit 0,5 bis ein Prozent der Bevölkerung betrifft, wobei rund die Hälfte der Betroffenen lebenslang beeinträchtigt ist. Zahlreiche Familienstudien belegen eine starke genetische Komponente, doch konnte bisher kein Katalog von Mutationen erstellt werden, die Schizophrenie verursachen. "In der Fachwelt wird diskutiert, ob seltene genetische Variationen für das Auftreten von Schizophrenie verantwortlich sind", sagt Mewes. "Die Aufklärung der kausalen Zusammenhänge ist wichtig für die frühzeitige Diagnose und Behandlung sowie für die Entwicklung neuer Therapien."

Das gilt auch für die Krebsforschung. Auch hier sind Verfahren der Bioinformatik unentbehrlich. Mit ihnen kann man große Datenmengen durchsuchen und vergleichen; und allein mit mathematischen Methoden lassen sich so schon Hinweise auf gefährliche Mutationen finden - zunächst völlig unabhängig von der Ursachenforschung. Außerdem kann man genetische Muster eines Krebspatienten mit denen vieler anderer in einer Datenbank vergleichen und herausfinden, wo die größten Übereinstimmungen sind. So kann man, ähnlich wie Amazon mit seinen Buchempfehlungen, Erkenntnisse gewinnen, ohne Annahmen über Wirkmechanismen machen zu müssen.

Intelligente Sensoren - Virtuelle Verbindung zum Arzt

Digitalisierte Medizindaten dienen aber nicht nur der Forschung, sondern sie können auch unmittelbar zur Entlastung der Ärzte beitragen, wenn vor allem chronische Patienten virtuell mit dem Arzt in Verbindung bleiben. Bernhard Wolf und sein Team haben in den vergangenen Jahren mit dem System COMES einen Prototyp dafür entwickelt. Er erhebt mit Hilfe verschiedener Sensoren individuelle Daten und funkt sie an eine Datenbank. Dort werden sie verarbeitet und ausgewertet. Überschreitet ein Wert die vorgegebenen Grenzwerte, alarmiert das System per Handy automatisch den behandelnden Arzt oder den zuständigen Pflegedienst.

So kann man beispielsweise Puls und Blutdruck überwachen, aber auch über den Hautwiderstand feststellen, ob die Person genügend getrunken hat. Ebenso kann das Gerät Blutzuckerwerte weiterleiten oder das Gewicht überwachen. Wichtig dabei ist stets, dass der Patient die Daten freigeben muss, er wird also nie zwangsweise überwacht. Denn COMES ist so konzipiert, dass der Nutzer einerseits über eine Datenbank seine medizinischen Daten kontrollieren und diese bei Bedarf für den Arzt freigeben kann, andererseits über Feedbacksysteme selbst zusätzliche Informationen erhält.

Der Arzt hingegen ist in der Lage, mit COMES ausgestattete Patienten in der Therapie zu verfolgen, bei entsprechender Datenlage vorsorglich einzugreifen oder im Falle seiner Verhinderung oder Abwesenheit über das medizinische Zentrum Interventionen zu veranlassen. "Wir haben in einer ganzen Reihe von Studien ermittelt, dass sich die Patienten durch die regelmäßige sensorische Begleitung sicherer und trotzdem unabhängiger fühlen", sagt Professor Wolf. Nun soll das Gerät von einer Ausgründung vermarktet werden. In der praktischen Erprobung hat COMES bereits interessante praktische Ergebnisse erbracht. So konnten die Forscher beispielsweise zeigen, dass bestimmte Musikstücke oder Klangmuster bei vielen Patienten blutdrucksenkend wirken.

Ein anderes Beispiel ist die intelligente Zahnschiene namens SensoBite. Es handelt sich um eine Beißschiene, wie sie vom Zahnarzt bei nächtlichem Zähneknirschen verordnet wird. In ihr ist ein piezoelektrisches Sensorsystem integriert, das die Kaubewegungen misst. Ein Funktransmitter sendet die Messdaten drahtlos an einen Empfänger, der die Größe einer Streichholzschachtel besitzt und sich am Schlafplatz oder am Körper des Patienten befindet. Über eine USB-Schnittstelle können die gespeicherten Daten auf den Computer des behandelnden Arztes übertragen werden oder per Biofeedback dem Schläfer unmittelbar ein Vibrationssignal geben. So kann entweder der Arzt die Ursachen des Knirschens analysieren oder der Patient sich das Knirschen direkt abgewöhnen.

Augmented Reality - Operieren mit Datenhelm

Neben den biochemischen und genetischen Daten stellen Bilddaten aus den unterschiedlichsten Untersuchungen eine weitere wichtige Säule der digitalen Medizin dar. Professor Nassir Navab vom TUM-Lehrstuhl für Informatikanwendungen in der Medizin & Augmented Reality entwickelt beispielsweise zusammen mit mehreren Teams aus Informatikern und Ärzten Anlagen, mit denen ein Chirurg während der OP ins Innere des Patienten blicken kann.

Bisher gibt es für den Chirurgen nur den Blick von außen, wenn er zum Schnitt ansetzt, beispielsweise um gesplitterte Knochen wieder zusammenzufügen. Die Röntgenbilder hängen an der Wand, das heißt, er muss die Daten in seinem eigenen Gehirn zusammenführen und die Schnitte entsprechend planen. In Zukunft bekommt der Chirurg die genaue Lage der Knochenfragmente in eine Datenbrille eingeblendet. Er kann damit sehr viel präziser navigieren, und das System kann ihn beispielsweise warnen, wenn er zu nahe an ein Blutgefäß oder eine Nervenbahn kommt.

Um das technisch zu verwirklichen, überlagern die Forscher die realen Bilder des Patienten millimetergenau mit den vorher gemachten dreidimensionalen Computertomografie-Aufnahmen. Dazu muss der Computer die Position des Chirurgen und seiner Instrumente räumlich registrieren, damit die Perspektive stimmt, auch wenn der Operateur sich bewegt. Ein Kamerasystem erfasst dazu alle Positionen. Die Synthese funktioniert über eine hochpräzise räumliche Aufbereitung der verschiedenen digitalisierten Daten.

In die Datenbrille sind zwei Farbkameras integriert, die das Livebild aufnehmen. Sie sind leicht versetzt angebracht - wie zwei Augen. Dadurch wird das zusammengesetzte Bild beider Kameras dreidimensional. Das System muss jede Bewegung des Chirurgen in Echtzeit wiedergeben können, ein leistungsfähiger Computer ist daher essentiell. Für den Chirurgen entsteht in der Datenbrille der Eindruck, als blicke er durch die Haut hindurch in die verschiedenen Schichten des Körpers, dreidimensional und farbig. Was wie Science-Fiction anmutet, befindet sich schon in der Erprobung.

"Unser Ziel ist ein System, das dem Arzt während der OP ein dreidimensionales Bild des Körperinneren und seiner Instrumente zeigt - und zwar nicht auf einem zusätzlichen Bildschirm, sondern direkt beim Blick auf den Patienten", sagt Professor Navab. "Natürlich muss das System leicht bedienbar sein und nicht zu viel störende Technik beinhalten. Das testen wir regelmäßig mit unseren Kollegen aus der Chirurgie."

Medizininformatik: Effiziente Nutzung medizinischer Daten

Die Datenflut im medizinischen Bereich nimmt täglich weiter zu. "In wenigen Jahren werden wir die individuellen Genomdaten von vielen Millionen Menschen kennen", sagt Hans-Werner Mewes. "Ohne effiziente Verfahren der Bio- und medizinischen Informatik wird man sie nicht nutzen können." Trotzdem reichen die Daten für manche Zwecke noch immer nicht aus. "Heute betrachtet jeder Arzt immer nur seine eigenen Patienten", so der Forscher. "Gerade bei der Bewertung von Medikamenten und Therapien wäre es aber wichtig, wenn man Vergleichsdaten über den Verlauf bei möglichst vielen Patienten hätte, denn Faktoren wie Alter, Stoffwechsel und Genetik bestimmen den Behandlungserfolg. Dazu müsste man Systeme installieren, die derartige Informationen erfassen und auswerten, weg von der klassischen Studie, hin zur alltäglichen Praxis."

Tuesday, 5 April 2016

Firmware Update 2.5 für LUMIX GH4: Panasonic stattet DSLM-Flaggschiff mit allen 4K Foto Modi und Post Focus aus

Panasonic stellt die neue Firmware Version 2.5 für die LUMIX DMC-GH4 kostenlos zur Verfügung. Mit allen 4K Foto Modi und Post Focus bietet das Update zwei neue Funktionen, die noch mehr Möglichkeiten für die Aufnahme und digitale Nachbearbeitung eröffnen. Darüber hinaus unterstützt das Update externe Blitzgeräte nun auch im Serienbildmodus. Zusätzlich gibt es freien Speicherplatz für Google Drive.

Mithilfe der 4K Foto Funktion lassen sich in den drei unterschiedlichen Aufnahmemodi 4K Burst, 4K Burst (Start/Stop) und 4K Pre-burst Videos mit 30 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Anschließend kann der Fotograf 8 Megapixel große Standbilder aus dem aufgezeichneten Videomaterial extrahieren - und so ganz bequem das Bild vom entscheidenden Moment auswählen.

Quellenangabe: "obs/Panasonic Deutschland"

Mit der zweiten neuen Funktion - dem Post Focus - lassen sich Schärfebereiche neu festlegen, nachdem die Aufnahme bereits im Kasten ist. Dies bietet Fotografen beispielsweise die Möglichkeit, nachträglich das Augenmerk auf ein anderes Bilddetail zu legen oder bei Makroaufnahmen das Bild mit der gewünschten Schärfeebene auszuwählen.

Zusätzlich zu den neuen Funktionen sind mit dem neuen Firmware-Update auch Serienbildaufnahmen mit den externen Panasonic Blitzgeräten FL580L und FL360L möglich. Darüber hinaus bietet das Update Nutzern der GH4 100 Gigabyte Speicher auf Google Drive (für zwei Jahre)*. Der Service kann dazu genutzt werden, um Foto- und Videomaterial zu speichern und über verschiedene Endgeräte wie Kamera, PC, Smartphone oder Tablet darauf zuzugreifen.

Die neue LUMIX DMC-GH4 Firmware Version 2.5 ist ab sofort auf der Webseite des LUMIX Kundenservices unter http://panasonic.jp/support/global/cs/dsc kostenlos zum Download verfügbar.

*Nutzer müssen sich zunächst im LUMIX CLUB (http://lumixclub.panasonic.net/ger/c/) registrieren, um dort den Speicherplatz für Google Drive zu erhalten und bis 30. September 2016 den Account Service aktivieren.

Eine Kurzanleitung zur LUMIX Club Registrierung ist verfügbar unter ftp://ftp.panasonic.com/camera/howto/compact_cameras_how_to_create_a_lumix_club_account_howto.html

Stand 4/2016. Änderungen ohne Ankündigung vorbehalten.

Monday, 4 April 2016

Erhöhen Sie die Patienten-Zufriedenheit und Kosten-Effizienz - Investieren Sie jetzt in die digitale Zukunft Ihrer Klinik

ClinicAll International (USA) informiert

Wie viele Kliniken verfügen über ein hochmodernes multimediales Infotainment am Krankenbett?

Wie viele besitzen bereits ein System, das die erfolgreiche Basis bildet für eine gewinnbringende Digitalisierung der gesamten Abläufe und Prozesse in Ihrer Klinik?

Wie kann einerseits die Attraktivität für Patienten verbessert und gleichzeitig sowohl die Behandlungsqualität als auch die Kosteneffizienz gesteigert werden?

Das ClinicAll-System vereint sowohl Patienten-Infotainment als auch digitale Krankenhaus-Applikationen auf einem hochwertig designten und technisch ausgefeilten Bedside-Terminal. Kern ist eine innovative, erweiterbare und zukunftsfähige Software auf Basis von Windows 8®.

Quellenangabe: "obs/ClinicAll Germany"

Patienten nutzen gerne multimediale Services, wie z.B. Fernsehen über IP, Pay-TV, Internetzugang über Webbrowser, Video on Demand, Telefon VoIP und Zugriff auf aktuelle News, Online-Spiele, Klinikinformationen u.v.m.

Zusätzlich können individuelle krankenhausspezifische Applikationen angebunden werden, wie z.B.die digitale Essensbestellung oder der effiziente Schwersternruf bis hin zum direkten Zugriff auf die digitale Patientenakte über jedes Terminal. Dadurch können der medizinische und pflegerische Workflow verbessert und erhebliche Kostenersparnisse erzielt werden.

Unsere Netzwerktechnik baut auf bestehenden Leitungen vor Ort auf. Das ermöglicht die einfache, schnelle und störungsfreie Installation der Geräte. Die Software kann weltweit per Remote betreut, überprüft und upgedatet werden.

Diese wegweisende Technologie wird nun einmalig zum Vorzugspreis von 1.350,00 EUR bei allen teilnehmenden Distributoren und Tochtergesellschaften angeboten. Im Leistungsumfang enthalten ist das Basis-Paket-Entertainment mit 15-Zoll Terminal inkl. Halterung inklusive Software-Implementierung, Montage und Inbetriebnahme.* Das Angebot gilt ab 50 Betten und ist auf 2.500 Geräte limitiert.

Verpassen Sie nicht den Mega-Trend der Digitalisierung. Stellen Sie die richtigen Weichen jetzt. Investieren Sie in das weltweit technologisch führende System.

* Bis erreichen des limitierten Angebotes. Alle Preise zzgl. der gesetztl. Mwst.

An den Kauf gebunden ist der Abschluss eines 5-jährigen Wartungsvertrags für nur 10% jährlich bezogen auf die Kaufsumme.

Friday, 1 April 2016

Reform des Jugendmedienschutzes in Deutschland dringend notwendig

- Bündnis aus BIU, USK und Deutschem Kinderhilfswerk fordert Reform des Jugendmedienschutzes in Deutschland

- Weitere Informationen auf www.jugendmedienschutz-reformieren.de

Der gesetzliche Jugendmedienschutz in Deutschland muss dringend reformiert werden. So lautet der Aufruf eines Bündnisses des Verbands der deutschen Computer- und Videospielbranche BIU - Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware, der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle USK und dem Deutschen Kinderhilfswerk. Das Bündnis fordert die Bundesregierung und die Bundesländer dazu auf, noch in dieser Legislaturperiode eine gemeinsame umfassende Reform des Jugendmedienschutzes umzusetzen. Das aktuelle deutsche Jugendschutzsystem gewährleistet ein hohes Schutzniveau - angesichts der zunehmenden Verschmelzung verschiedener Medienformate, der grenzüberschreitenden Verbreitung digitaler Medien und der hohen Dynamik der Medienmärkte aber zunehmend nur noch in der Theorie. Wesentlicher Kritikpunkt des Bündnisses ist die zersplitterte Gesetzgebungskompetenz, die sich am Verbreitungsweg der Inhalte orientiert. So sind für Online-Medien und den Rundfunk die Bundesländer zuständig, bei allen Offline-Verbreitungswegen der Bund. Auch bei der Anwendung und Überwachung der verschiedenen Gesetze sind die Zuständigkeiten unnötig kompliziert aufgeteilt. Stattdessen muss Jugendmedienschutz künftig einheitlich, konvergent und verständlich sein, um dadurch auch international anschlussfähig zu werden. Nur so könne der Jugendmedienschutz in Deutschland zukunftsfähig gestaltet werden, konstatiert das Bündnis.

Quellenangabe: "obs/Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. (BIU)/BIU e.V."


"Die Bundesländer haben eine Reform des Online-Jugendschutzes auf den Weg gebracht, die zwar viele wichtige Details regelt, die aber deutlich zu kurz greift. Damit wir dauerhaft ein hohes Jugendschutzniveau gewährleisten können und den Jugendmedienschutz fit machen für die heutige Medienrealität, müssen Bund und Länder jetzt an einem Strang ziehen und ein konvergentes, international anschlussfähiges Jugendschutzsystem entwickeln", sagt BIU-Geschäftsführer Dr. Maximilian Schenk.

"Ein weithin funktionierendes Jugendschutzsystem muss für Kinder, Jugendliche und Eltern gleichermaßen verständlich und transparent sein. Nur so werden entsprechende Regelungen akzeptiert. Die derzeitige Aufgabenverteilung zwischen dem Bund und den Ländern ist dagegen unnötig komplex und weit von der Realität entfernt wie heutzutage Kinder und Jugendliche Medien konsumieren", sagt Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes.

"Es gibt moderne Lösungen wie Jugendschutzprogramme oder das globale IARC-System, mit dem die USK bereits über eine Million Apps erfolgreich bewertet hat. Doch nur zeitgemäße Gesetze werden solche guten Entwicklungen unterstützen und fördern können", sagt Felix Falk, USK-Geschäftsführer.

Weitere Informationen sowie ein Erklär-Video zum derzeitigen Jugendmedienschutz in Deutschland gibt es auf folgender Internetseite: www.jugendmedienschutz-reformieren.de

Informationen zum BIU

Der BIU - Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e. V. ist der Verband der deutschen Computer- und Videospielindustrie. Seine 25 Mitglieder sind Entwickler, Publisher und Anbieter von digitalen Spielen und repräsentieren über 85 Prozent des deutschen Marktes. Der BIU ist beispielsweise Träger der gamescom. Als kompetenter Ansprechpartner für Medien sowie politische und gesellschaftliche Institutionen beantwortet der BIU alle Fragen rund um das Thema digitale Spiele.

Informationen zum Deutschen Kinderhilfswerk

Das Deutsche Kinderhilfswerk e.V. setzt sich seit mehr als 40 Jahren als Interessenvertreter für ein kinderfreundliches Deutschland bundesweit für die Rechte der Kinder und die Überwindung von Kinderarmut in Deutschland ein. Der gemeinnützige Verein finanziert sich überwiegend aus privaten Spenden, dafür stehen seine Spendendosen an ca. 40.000 Standorten in Deutschland. Das Deutsche Kinderhilfswerk initiiert und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren Herkunft oder Aufenthaltsstatus, fördern. Schwerpunkte sind hierbei insbesondere die Kinderrechte, die Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen und die Überwindung von Kinderarmut in Deutschland.

Informationen zur USK

Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) ist zuständig für die Prüfung von Computerspielen und Apps in Deutschland. Sie wurde 1994 als gemeinnützige Einrichtung gegründet. Die USK ist sowohl unter dem Jugendschutzgesetz als auch für den Online-Bereich unter dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag als zuständige Selbstkontrolle staatlich anerkannt. Im Bereich des Jugendschutzgesetzes vergeben staatliche Vertreter am Ende eines USK-Verfahrens die Alterskennzeichen. Darüber hinaus ist die USK Gründungsmitglied der International Age Rating Coalition (IARC), ein globales System, in dem Alterskennzeichen der USK auch für Online-Spiele und Apps vergeben werden. Zahlreiche Unternehmen haben sich der USK im Onlinebereich als Mitglieder angeschlossen, um beim Thema Jugendschutz dauerhaft und besonders eng mit der Selbstkontrolle zusammenzuarbeiten. Dazu zählen unter anderem 4Players, ActivisionBlizzard, Crytek, EA, Gameforge, King.com, McGame, Netzkino und Nintendo.